Feiertage sind zur Erholung, dem gemeinsamen Miteinander und kleinen oder größeren Aufmerksamkeiten für die Liebsten da: Trotzdem geht mit den Feiertagen, speziell größeren Festen wie Ostern oder Weihnachten, auch eine gewisse Erwartungshaltung einher. Gerade die kann zur echten Stolperfalle und zum Stressmagneten werden. Das lässt sich vermeiden: Indem sorgfältig und frühzeitig geplant wird – auch das Osterfest.
Vorbereitung ist alles? Für Familienfeste und Feiertage gilt das definitiv!
Für kurzfristige Einkäufe fehlt es an den Feiertagen nicht nur an der nötigen Zeit, zugleich haben die Supermärkte regulär auch gar nicht geöffnet. An einem Mindestmaß an Vorbereitung führt also so oder so kein Weg vorbei, wobei es sich dahingehend durchaus lohnt die Extrameile zu gehen.
Speziell in Familienhaushalten steht traditionell etwas mehr an als bei Singles oder Paaren. Logisch, denn für die Kleinsten ist der Besuch des Osterhasen noch ein großes Event, zudem kommen meist noch die Schwieger- oder Großeltern vorbei, die natürlich auch bewirtet werden möchten. Das Programm selbst ist meist aber gar nicht der große Stressfaktor, der größte Stolperstein sind kurzfristige Entscheidungen und Programmänderungen. Wird das Osterfest hingegen vorab gründlich geplant, lösen sich viele der späteren Fragezeichen fast schon von allein in Luft auf.
Das Menü muss an Ostern nicht kompliziert sein – schmecken muss es!
Natürlich: An Weihnachten darf es schon ein Mehrgänge-Menü sein, Deutsche, die Thanksgiving feiern, werden mit dem Truthahn ebenfalls viel Arbeit haben und an Silvester gibt es sowieso viel zu tun. Das Osterfest fällt aber nicht zwangsläufig in diese Riege, denn an Ostern kann es durchaus etwas simpler sein. Meistens sind es ohnehin die Klassiker und einfachen, aber herzhaften Gerichte, die die eigenen Gäste dann wirklich überzeugen.
Ein frühlingshafter Salat geht immer, denn zum Frühlingsanfang darf es auf dem Teller auch wieder bunter werden. Aufläufe, gern auch mit Spargel, um die Spargelsaison einzuläuten, sind ebenso relativ schnell gemacht – den Großteil der Arbeit erledigt sowieso der Ofen. Noch dazu gibt es viele Möglichkeiten, um mit kleinen Häppchen kulinarisch zu überzeugen. Der klassische Hefezopf und bunt bemalte Ostereier kommen an Ostern immer gut an.
Oder wie wäre es alternativ mit einem Kartoffel-Gemüse-Gratin, Lachs frisch aus dem Ofen mit Zitronen-Dill-Soße oder ein mediterranes, vegetarisches Ofengemüse mit Feta? Süß gefüllte Eier, zum Beispiel mit Vanille-Creme, sind ein leicht-leckeres Dessert. Den Kids macht das Ausblasen der Eier sowieso Spaß, auch wird es in den meisten Haushalten gerade an Ostern nicht an genügend Eiern im Kühlschrank fehlen.
Die Planung fängt schon beim Einkauf an
Einige der typischen Osterzutaten sind sicherlich schon vorhanden. Trotzdem empfiehlt es sich, den eigenen Vorratsschrank und Kühlschrank vorab noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Nichts bereitet mehr Stress, an Ostern wie allen anderen Feiertagen ebenso, als wenn man beim Kochen oder Backen plötzlich feststellt, dass eine bestimmte Zutat vergessen wurde.
Damit man kurz vor den Feiertagen nicht vor leergefegten Regalen steht, wird sich um die haltbaren Zutaten am besten frühzeitig gekümmert. Die kann man durchaus schon einige Tage oder sogar zwei Wochen vorher kaufen. Frische Zutaten werden idealerweise zwei Tage vor dem Karfreitag besorgt, dann ist die Auswahl in den meisten Supermärkten noch größer, zudem ist der Andrang noch überschaubar.
Eine klassische Abfolge für eine sorgfältige Planung könnte so aussehen: Zunächst wird erfasst, was noch da und haltbar ist. Anschließend wird die Einkaufsliste vorbereitet. Die wird am besten in das geteilt, was kurz vor dem Karfreitag gekauft werden muss, und den Zutaten, die sich schon längere Zeit vorher besorgen lassen. Damit die Liste nicht zu lang und unübersichtlich wird, können Abkürzungen weiterhelfen.
Zu Ostern gibt es auch in den Supermärkten jede Menge zu entdecken. Wer noch unsicher ist oder für einen Snack oder ein Dessert nach Inspiration sucht, kann einen Blick in das Online-Ostersortiment werfen. Dort finden sich zeitlose Oster-Evergreens ebenso wie kulinarische Spezialitäten aus anderen Ländern und Regionen. Das bringt frischen Wind ins Osterfest – und sorgt für noch mehr Abwechslung und Freude in der Küche.
Nicht zu viel Wert auf Perfektion legen – in den festen Ritualen liegt der Genuss
Das heimische Osterfest ist kein Michelin-Restaurant, auch ist es kein Wettbewerb, in dem es um maximale Perfektion geht. Das gemeinsame Miteinander, die glücklichen Gesichter der Kids und die vielen klassischen oder modernen Osterleckereien sind es, die die Zeit vom Karfreitag bis zum Ostermontag so besonders machen. Die müssen nicht perfekt sein, sie müssen schmecken und die Liebsten zusammenbringen.
Einige Wochen nach Ostern wird es wahrscheinlich sogar so sein, dass man sich an das eigens erstellte Menü vielleicht gar nicht mehr sonderlich gut erinnern kann. Definitiv wird man sich aber an die lustige Ostereiersuche , an das schön geschmückte Wohn- und Kinderzimmer und an einen ausgedehnten Osterspaziergang mit der Familie oder guten Freunden erinnern. Gemeinsam zu frühstücken, Eier ausblasen, sie zu bemalen, Osterkörbe zusammenzustellen – all das sind Erinnerungen, die eine vermeintlich notwendige Perfektion auf dem Esstisch locker schlagen.
Etwas Me-Time? Geht auch an Ostern!
Ein schönes Osterfest fängt schon mit dem richtigen Mindset an: Etwas mehr Raum für Gelassenheit, Imperfektionen lieben lernen statt sie zu verteufeln. Genauso hat sich jeder auch etwas Erholung über die Feiertage verdient, schließlich sind die genau dafür da. Wer frühzeitig und ganz locker plant, seinen Einkauf rechtzeitig erledigt und sich nicht in unnötig hohen Ansprüchen und Perfektion verliert, der kann das Osterfest stattdessen gelassen genießen. Auch das hat seinen Charme – vor allem in unserer schnelllebigen Welt, wo häufig ohnehin schon zu viel Wert auf vermeintliche Perfektion gelegt wird.