Die Pergola: Ein Tausendsassa für jede Jahreszeit und Terrasse

Den Sonnenschein ungehindert genießen – oder doch lieber einen Schutz vor Regen, Hagel und allem anderen, was von oben kommt? Das muss sich nicht gegenseitig ausschließen, schließlich gibt es clevere Lösungen wie etwa eine Pergola. Sie bildet sozusagen das Fundament für viele weitere Lösungen, die eigene Terrasse den unterschiedlichen Bedürfnissen und Wetterkapriolen anzupassen. Grund genug, uns hier etwas näher mit diesem Tausendsassa zu beschäftigen!

Pergolen werden heute in den unterschiedlichsten Formen und Arten angeboten: fest am Haus angebrachte, freistehende oder in Form eines Laubengangs zur Verbindung zweier Gebäude. Sie bestehen klassischerweise aus Holz, mittlerweile sind aber auch elegante Metallpergolen in deutschen Gärten zu finden. Ganz nach Wunsch lassen sie sich mit den unterschiedlichsten Pflanzen beranken sowie mit Topfhängepflanzen und allerlei sonstiger Deko verschönern. In südeuropäischen Ländern sind sie an fast jedem Haus und in vielen Gärten anzutreffen, da dort alle ein schattiges Plätzchen zu schätzen wissen. Zudem bilden sie im wahrsten Sinne des Wortes den richtigen Rahmen, um am Abend gemeinsam zu essen und anschließend zu feiern.

Die Bauweise einer Pergola ist nicht besonders aufwendig und gelingt auch Heimwerkern, die eine gewisse Grundausstattung an Werkzeug besitzen und ein wenig Basiswissen über dessen Benutzung aufweisen können. Alternativ gibt es fertige Pergolen, meist in Form von Bausätzen, im Fachhandel und in vielen Baumärkten zu kaufen. Und wer sich die Arbeit ersparen will und bereit ist, etwas mehr Geld auszugeben, der lässt sich seine Pergola vom Fachmann montieren.

Warum Pergolen so vielseitig sind

Pergolen sind Konstruktionen, die aus senkrechten Pfosten und waagrechten Trägern bestehen. Früher dienten sie vielen Gartenbesitzern einfach nur als Rankgerüst für Kletterpflanzen, inzwischen werden sie jedoch für viele unterschiedliche Zwecke eingesetzt bzw. lassen sich entsprechend erweitern. Hier einige Beispiele:

  • Terrassenüberdachung
  • Carport
  • Wintergarten
  • Sandkastenüberdachung für Kinder
  • Partyzelt
  • Gewächshaus
  • Geräteschuppen
  • Windschutz
  • Winter- oder Sommergarten
  • und viele weitere …

Mehrere Pergolen aneinandergereiht werden schließlich zu einem Laubengang und ergeben so eine wunderschöne, schattige Verbindung zwischen zwei Gebäuden.

Wichtig zu wissen: Pergolen kann man als freistehende Konstruktion in den Garten oder auf die Terrasse stellen oder aber auch an eine Wand anschließen. Dabei spart der Wandanschluss naturgemäß auf einer Seite die Stützpfeiler, schränkt aber auch die Verwendung etwas ein.

Ein echter Klassiker für Terrasse und Garten

Pergolen, früher auch als Lauben oder Laubengänge bezeichnet, kennt man schon seit Jahrhunderten besonders in den Mittelmeerländern. Hier haben sie auch ihren Ursprung, denn in solch warmen Gegenden hatte man seit jeher das Bedürfnis, sich vor der Sonne zu schützen. Pergolen sind daher auch in der römischen Gartenkunst in Form der berankten Laube bzw. den Laubengängen schon früh verbreitet gewesen.

In der Renaissance wurden die Pergolen dann auch in den Ländern Mitteleuropas zu einem wichtigen Element in der Gartengestaltung. Sie gerieten in der Gartenarchitektur jedoch für einige Zeit in Vergessenheit, bis sie schließlich Ende des 19. Jahrhunderts wieder in Mode kamen, wobei die Gärten zu Beginn des 20. Jahrhunderts besonders reich mit Pergolen bestückt waren.

Heute vermitteln Pergolen eine besondere Form von Gemütlichkeit. Darüber hinaus schaffen sie Platz für viele Pflanzen und helfen, separate Gartenräume zu schaffen. Sie bilden sozusagen einen grünen Bereich als Übergang vom Haus in den Garten.

Was ist wichtig beim Bau einer Pergola?

Zunächst einmal stellen sich bestimmte baurechtliche Fragen, wenn es um die Errichtung einer Pergola geht. Thema Baugenehmigung: Die meisten Bundesländer erlauben Pergolen bis zu einer bestimmten Grundfläche oder einem bestimmten Raumvolumen genehmigungsfrei. Sobald jedoch ein festes Dach (z. B. aus Glas oder Stegplatten) geplant ist, gilt die Konstruktion als Terrassenüberdachung – und dafür ist fast immer eine Genehmigung nötig. Zu beachten sind darüber hinaus festgelegte Grenzabstände. Auch ohne Genehmigungspflicht muss man einen Mindestabstand (meist drei Meter) zur Grundstücksgrenze des Nachbarn einhalten.

Wer seine Pergola selbst bauen möchte, sollte zudem einige Dinge hinsichtlich des Materials beachten. Es beginnt bei der Auswahl des passenden Holzes. Für eine dauerhafte, witterungsbeständige Konstruktion kann grob gehobeltes oder sägeraues Holz verwendet werden, dessen Oberfläche allerdings zunächst abgeschliffen werden sollte, damit sie nicht splittern kann. Die für eine Pergola verwendeten Hölzer sollten am besten kesseldruckimprägniert sein. Auf diese Weise sind sie vor Witterungseinflüssen wie Regen, Schnee und Wind am besten geschützt.

Tipp vom Gartenfachmann: Am besten Vierkant- oder Rundpfosten verwenden. Diese sollten mindestens 8 x 8 cm Stärke aufweisen. Darüber hinaus sollte man beim Kauf der Vierkant- oder Rundpfosten darauf achten, dass diese keine Rissstellen aufweisen bzw. keine Astlöcher haben, denn diese bilden Schwachstellen, welche später unter Umständen zum Problem werden können.

Und schließlich ist auch auf ein festes Fundament inkl. professioneller Verankerung zu achten. Eine Pergola bietet dem Wind eine enorme Angriffsfläche, sie einfach auf die vorhandenen Terrassenplatten zu schrauben, reicht daher nicht aus. Am besten eignen sich hier Punktfundamente. Für die Pfosten werden dafür mindestens 80 cm tiefe Löcher in den Boden gegraben und diese dann mit Beton ausgegossen. In diesem Zuge bietet sich an, sogenannte H-Pfostenanker mit einzubetonieren. Sie sorgen dafür, dass das Holz keinen direkten Bodenkontakt hat, wodurch Staunässe und faulendes Holz verhindert werden.