Was macht einen guten Gasgrill aus?

Ein guter Gasgrill bietet Komfort, Sicherheit und eine einfache Bedienbarkeit. Weil es sich bei der Anschaffung eines Grills nicht gerade um eine kleine Investition handelt, sollten Verbraucher das neue Gerät mit Bedacht wählen. Aber auf was legt man als Liebhaber gegrillter Speisen Wert?

Grillen – mehr Leistung, bessere Ergebnisse

Die Qualität des Grillguts kann noch so hoch sein und die Marinade noch so raffiniert – letztlich entscheidet die Qualität des Grills darüber, wie lecker das Ganze am Ende wird.
Die Anzahl der Brenner wirkt sich auf die tatsächliche Leistung beim Grillen aus. Im Prinzip reichen zwei bis drei Brenner aus, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.
Allerdings gilt: Je größer der Grill, desto mehr Brenner werden benötigt, um Fleisch und Co. gleichmäßig zu garen. Grills mit einer großen Grundfläche dürfen ruhig mit vier leistungsfähigen Brennern ausgestattet sein. Dann klappt das Grillen auch schneller. Die normalen Brenner befinden sich unter sogenannten Flavor-Bars, beides unterhalb des Grillrostes. Der sogenannte Heckbrenner hingegen befindet sich an der Rückwand, etwas oberhalb des Grillrostes.

Mehr Komfort beim Grillen dank nützlicher Features

Die exakte Temperatur beim Garen von Lebensmitteln zu kennen, ist nicht nur beim Backen und Kochen wichtig, sondern auch beim Grillen. Deshalb sorgt ein Thermometer im Deckel dafür, dass der Grillmeister nicht mehr länger „nach Gefühl“ befeuert, sondern die Temperatur im Inneren des Grills gezielt regulieren kann. Insbesondere wer mehr als nur selbstgemachte Würstchen und Nackensteaks grillt, wird das Thermometer zu schätzen wissen.
Hochwertige Roste im Grill sind wichtig, damit das Grillgut gleichmäßig gart und Reste einwandfrei entfernt werden können. Was in der Küche in Form von Gusspfannen angestrebt wird, lässt sich auch am Grill umsetzen: Der Grill-Rost aus Guss speichert die Wärme lange und sorgt dafür, dass das Grillgut nicht so schnell anbrennt. Die Reinigung ist dank des hochwertigen Materials mittels Pyrolyse (siehe weiter unten) ein Kinderspiel.
Die mögliche Alternative zu gusseisernen Rosten: Ein Rost aus Edelstahl. Ist eine der beiden Varianten nicht im Set enthalten, kann man sie getrost separat erwerben. Edelstahl bringt den Vorteil, dass es flexibler und hitzebeständiger ist. Zudem verschmutzt auch Edelstahl nicht so schnell und lässt sich mit dem richtigen Hilfsmittel gut reinigen. Es ist etwas teurer als Guss.

Qualität des Grills: viel mehr als Luxus

Einige Merkmale muss der Grill auf jeden Fall mitbringen, damit das Grillen Spaß macht und sich der Kauf lohnt.
Der Grill muss hochwertig verarbeitet sein und auf sicheren Beinen stehen – im wahrsten Sinne. Es sollte nichts wackeln, wenn man nah am Grill vorbeiläuft oder den Deckel bewegt.
Standfeste Beine, ein schwerer, stabiler Deckel und eine einwandfreie Verarbeitung der Regler ist unabdingbar. Wurde billiges Plastik zum Beispiel für die Drehregler verwendet, welches splittert, lässt sich der Grill nur aufgrund eines vermeintlich kleinen Defekts nicht mehr sicher benutzen. Details machen daher den Unterschied.

Sizzle-Zone, Pyrolyse und Co.

Wer von den oben stehenden Begriffen noch nie etwas gehört hat, sollte diese Wissenslücke dringend schließen. Das gilt zumindest, wenn man sich einen hochwertigen Gasgrill anschaffen möchte.
Bei der sogenannten Pyrolyse geht es darum, dass der Gasgrill ausgebrannt wird. Der Vorgang dauert rund fünf bis zehn Minuten und dient der Reinigung des Grills. Die Pyrolyse kann nur betrieben werden, wenn die Brenner in ausreichender Anzahl vorhanden sind und eine ausreichend hohe Temperatur erreicht wird. Sie vereinfacht die Reinigung ungemein und sorgt dafür, dass niemand hinsichtlich Hygiene und Co. Bedenken haben muss. Immerhin hantiert man beim Grillen mit rohem Fleisch.

Die sogenannte Sizzle-Zone sollte wahren Grillmeistern bekannt sein. Hier handelt es sich um einen Brenner, der Wärme durch Infrarot erzeugt. Integrierte Waben aus Keramik werden gleichmäßig erhitzt, damit die Steaks so perfekt wie nur möglich werden.

Hitzereflektoren gehören ebenfalls zu den Features, die heute noch nicht als Standard beim Gasgrill angesehen werden, aber durchaus Vorteile mit sich bringen. Sie sorgen dafür, dass sich die Hitze noch gleichmäßiger verteilt. Fleisch wird von allen Seiten perfekt gegart. Es muss nicht zwingend ständig gewendet werden oder sehr dünn sein.

Ein Radiant-Brenner-System gilt ebenfalls als Luxus. Die seitlichen Keramikbrenner garen das Grillgut gleichmäßig und schonend. Endlich muss niemand mehr befürchten, dass hochwertiges Fleisch austrocknet oder an manchen Stellen verbrennt.

Weiteres Zubehör rundet übrigens das Grillvergnügen ab. Der Drehspieß für Hähnchen, Gyros (Lesetipp: Vertikalgrill) oder Spießbraten gehört für viele Leute ebenso zur Grundausstattung, wie der Pizza-Stein. Ein Gemüsekorb, die Plancha (durchgehende Platte für Gemüse, Fisch und kleines Grillgut, etc.) oder ein Dutch-Oven sind weitere Zubehör-Teile, die beim Gasgrill erst richtig für Abwechslung sorgen.

Weiterführend: welcher Grill ist der Richtige?